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قراءة بالألمانية · B1

Rumpelstilzchen

Brüder Grimm، 1857 · 1004 كلمة · المستوى B1 · 5 أجزاء

قصة للقراءة بمستوى B1: النص الأصلي (Kinder- und Hausmärchen, Band 1, Göttingen 1857)، مع أسئلة للتحقّق من فهمك بعد كل جزء ومسرد قصير بالكلمات التي تغيّرت منذ 1857. في التطبيق يقرؤها المعلّم معك، ويطرح الأسئلة، ويشرح الإجابات.

الجزء 1

Es war einmal ein Müller, der war arm, aber er hatte eine schöne Tochter. Nun traf es sich, dass er mit dem König zu sprechen kam, und um sich ein Ansehen zu geben, sagte er zu ihm „ich habe eine Tochter, die kann Stroh zu Gold spinnen.“ Der König sprach zum Müller „das ist eine Kunst, die mir wohl gefällt, wenn deine Tochter so geschickt ist, wie du sagst, so bring sie morgen in mein Schloss, da will ich sie auf die Probe stellen.“ Als nun das Mädchen zu ihm gebracht ward, führte er es in eine Kammer, die ganz voll Stroh lag, gab ihr Rad und Haspel und sprach „jetzt mache dich an die Arbeit, und wenn du diese Nacht durch bis morgen früh dieses Stroh nicht zu Gold versponnen hast, so musst du sterben.“ Darauf schloss er die Kammer selbst zu, und sie blieb allein darin.

Da saß nun die arme Müllerstochter und wusste um ihr Leben keinen Rat: sie verstand gar nichts davon, wie man Stroh zu Gold spinnen konnte, und ihre Angst ward immer größer, dass sie endlich zu weinen anfing. Da ging auf einmal die Türe auf, und trat ein kleines Männchen herein und sprach „guten Abend, Jungfer Müllerin, warum weint sie so sehr?“ „Ach,“ antwortete das Mädchen, „ich soll Stroh zu Gold spinnen, und verstehe das nicht.“

المسرد

sich ein Ansehen geben
sich wichtig machen
die Kunst
hier: die Fähigkeit
auf die Probe stellen
testen
Rad und Haspel
Geräte zum Spinnen
verspinnen
zu Faden machen
keinen Rat wissen
nicht wissen, was tun
ward
wurde
die Jungfer (veraltet)
junge Frau

أسئلة حول النص

  1. Warum sagt der Müller, seine Tochter könne Stroh zu Gold spinnen?
    • Weil der König ihn dazu zwingt.
    • Weil es wahr ist.
    • Um sich wichtig zu machen.
  2. Was droht der König der Müllerstochter an?
    • Sie muss sterben, wenn das Stroh bis zum Morgen nicht Gold ist.
    • Sie muss das Schloss verlassen.
    • Sie muss ihren Vater verlieren.
  3. Wer kommt in die Kammer, als das Mädchen weint?
    • Ihr Vater.
    • Ein kleines Männchen.
    • Der König.

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الجزء 2

Sprach das Männchen „was gibst du mir, wenn ich dirs spinne?“ „Mein Halsband“ sagte das Mädchen. Das Männchen nahm das Halsband, setzte sich vor das Rädchen, und schnurr, schnurr, schnurr, dreimal gezogen, war die Spule voll. Dann steckte es eine andere auf, und schnurr, schnurr, schnurr, dreimal gezogen, war auch die zweite voll: und so gings fort bis zum Morgen, da war alles Stroh versponnen, und alle Spulen waren voll Gold. Bei Sonnenaufgang kam schon der König und als er das Gold erblickte, erstaunte er und freute sich, aber sein Herz ward nur noch goldgieriger. Er ließ die Müllerstochter in eine andere Kammer voll Stroh bringen, die noch viel größer war, und befahl ihr das auch in einer Nacht zu spinnen, wenn ihr das Leben lieb wäre. Das Mädchen wusste sich nicht zu helfen und weinte, da ging abermals die Türe auf, und das kleine Männchen erschien und sprach „was gibst du mir, wenn ich dir das Stroh zu Gold spinne?“ „Meinen Ring von dem Finger“ antwortete das Mädchen. Das Männchen nahm den Ring, fing wieder an zu schnurren mit dem Rade und hatte bis zum Morgen alles Stroh zu glänzendem Gold gesponnen.

المسرد

schnurr, schnurr
das Geräusch des Spinnrads
die Spule
Rolle für den Faden
goldgierig
gierig nach Gold
befehlen
anordnen
abermals
noch einmal
glänzend
strahlend

أسئلة حول النص

  1. Was gibt das Mädchen dem Männchen in der ersten Nacht?
    • Ihr Halsband.
    • Ihr Kind.
    • Ihren Ring.
  2. Wie reagiert der König, als er das Gold sieht?
    • Er lässt das Mädchen frei.
    • Er freut sich, wird aber noch goldgieriger.
    • Er bestraft den Müller.
  3. Was verlangt das Männchen in der zweiten Nacht?
    • Ihr Halsband.
    • Gar nichts.
    • Ihren Ring vom Finger.

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الجزء 3

Der König freute sich über die Maßen bei dem Anblick, war aber noch immer nicht Goldes satt, sondern ließ die Müllerstochter in eine noch größere Kammer voll Stroh bringen und sprach „die musst du noch in dieser Nacht verspinnen: gelingt dirs aber, so sollst du meine Gemahlin werden.“ „Wenns auch eine Müllerstochter ist,“ dachte er, „eine reichere Frau finde ich in der ganzen Welt nicht.“ Als das Mädchen allein war, kam das Männlein zum dritten Mal wieder und sprach „was gibst du mir, wenn ich dir noch diesmal das Stroh spinne?“ „Ich habe nichts mehr, das ich geben könnte“ antwortete das Mädchen. „So versprich mir, wenn du Königin wirst, dein erstes Kind.“ „Wer weiß wie das noch geht“ dachte die Müllerstochter und wusste sich auch in der Not nicht anders zu helfen; sie versprach also dem Männchen was es verlangte, und das Männchen spann dafür noch einmal das Stroh zu Gold. Und als am Morgen der König kam und alles fand wie er gewünscht hatte, so hielt er Hochzeit mit ihr, und die schöne Müllerstochter ward eine Königin.

المسرد

über die Maßen
sehr
Goldes satt sein
genug Gold haben
die Gemahlin
die Ehefrau
verlangen
fordern
Hochzeit halten
heiraten
ward
wurde

أسئلة حول النص

  1. Was verspricht der König für die dritte Nacht?
    • Die Freiheit für das Mädchen.
    • Dass sie seine Frau wird.
    • Gold für den Müller.
  2. Was verspricht das Mädchen dem Männchen?
    • Ihr Halsband.
    • Die Hälfte des Goldes.
    • Ihr erstes Kind, wenn sie Königin wird.
  3. Warum heiratet der König die Müllerstochter?
    • Weil er keine reichere Frau finden kann.
    • Aus Liebe.
    • Weil ihr Vater reich ist.

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الجزء 4

Über ein Jahr brachte sie ein schönes Kind zur Welt und dachte gar nicht mehr an das Männchen: da trat es plötzlich in ihre Kammer und sprach „nun gib mir was du versprochen hast.“ Die Königin erschrak und bot dem Männchen alle Reichtümer des Königreichs an, wenn es ihr das Kind lassen wollte: aber das Männchen sprach „nein, etwas Lebendes ist mir lieber als alle Schätze der Welt.“ Da fing die Königin so an zu jammern und zu weinen, dass das Männchen Mitleiden mit ihr hatte: „drei Tage will ich dir Zeit lassen,“ sprach er, „wenn du bis dahin meinen Namen weißt, so sollst du dein Kind behalten.“

Nun besann sich die Königin die ganze Nacht über auf alle Namen, die sie jemals gehört hatte, und schickte einen Boten über Land, der sollte sich erkundigen weit und breit was es sonst noch für Namen gäbe. Als am andern Tag das Männchen kam, fing sie an mit Caspar, Melchior, Balzer, und sagte alle Namen, die sie wusste, nach der Reihe her, aber bei jedem sprach das Männlein „so heiß ich nicht.“ Den zweiten Tag ließ sie in der Nachbarschaft herumfragen wie die Leute da genannt würden, und sagte dem Männlein die ungewöhnlichsten und seltsamsten Namen vor, „heißt du vielleicht Rippenbiest oder Hammelswade oder Schnürbein?“ aber es antwortete immer „so heiß ich nicht.“

المسرد

über ein Jahr
nach einem Jahr
der Bote
jemand, der Nachrichten bringt
das Mitleiden
das Mitleid
sich besinnen auf
nachdenken über
sich erkundigen
fragen
weit und breit
überall
nach der Reihe
eins nach dem anderen

أسئلة حول النص

  1. Was bietet die Königin dem Männchen an?
    • Ein zweites Kind.
    • Ihr Schloss.
    • Alle Reichtümer des Königreichs.
  2. Welche Bedingung stellt das Männchen?
    • Sie muss innerhalb von drei Tagen seinen Namen herausfinden.
    • Sie muss noch einmal Stroh spinnen.
    • Sie muss das Königreich verlassen.
  3. Was macht die Königin am zweiten Tag?
    • Sie weint nur.
    • Sie lässt in der Nachbarschaft nach seltsamen Namen fragen.
    • Sie gibt das Kind her.

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الجزء 5

Den dritten Tag kam der Bote wieder zurück und erzählte „neue Namen habe ich keinen einzigen finden können, aber wie ich an einen hohen Berg um die Waldecke kam, wo Fuchs und Has sich gute Nacht sagen, so sah ich da ein kleines Haus, und vor dem Haus brannte ein Feuer, und um das Feuer sprang ein gar zu lächerliches Männchen, hüpfte auf einem Bein und schrie:

„Heute back ich, morgen brau ich,

übermorgen hol ich der Königin ihr Kind;

ach, wie gut ist, dass niemand weiß,

dass ich Rumpelstilzchen heiß!“

Da könnt ihr denken wie die Königin froh war, als sie den Namen hörte, und als bald hernach das Männlein herein trat und fragte „nun, Frau Königin, wie heiß ich?“ fragte sie erst „heißest du Kunz?“ „Nein.“ „Heißest du Heinz?“ „Nein.“

„Heißt du etwa Rumpelstilzchen?“

„Das hat dir der Teufel gesagt, das hat dir der Teufel gesagt“ schrie das Männlein und stieß mit dem rechten Fuß vor Zorn so tief in die Erde, dass es bis an den Leib hineinfuhr, dann packte es in seiner Wut den linken Fuß mit beiden Händen und riss sich selbst mitten entzwei.

المسرد

wo Fuchs und Has sich gute Nacht sagen
ganz weit weg, einsam
gar zu lächerlich
sehr komisch
brauen
Bier machen
hernach
danach
die Wut
großer Zorn
entzwei
in zwei Teile

أسئلة حول النص

  1. Wo sieht der Bote das Männchen?
    • Vor einem kleinen Haus am Berg, wo es um ein Feuer hüpft.
    • In Bremen.
    • Im Schloss.
  2. Warum ist das Männchen so sicher?
    • Der König hilft ihm.
    • Es glaubt, dass niemand seinen Namen kennt.
    • Es hat das Kind schon.
  3. Was passiert, als die Königin den Namen sagt?
    • Das Männchen verschwindet leise.
    • Das Männchen lacht.
    • Das Männchen reißt sich vor Wut selbst entzwei.

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المصدر: Kinder- und Hausmärchen, Band 1, Göttingen 1857 نقلًا عن Wikisource؛ النص في الملكية العامة. المزيد: كل القصص حسب المستوى.