Deutsche Grammatik · A2
Präteritum von sein, haben und den Modalverben: war, hatte, konnte
Die Regel
Beim Sprechen erzählt man die Vergangenheit meist im Perfekt – außer bei „sein“, „haben“ und den Modalverben: Hier benutzt man auch mündlich das Präteritum. sein: ich war, du warst, er war, wir waren, ihr wart, sie waren. haben: ich hatte, du hattest, er hatte, wir hatten, ihr hattet, sie hatten. Modalverben verlieren den Umlaut und bekommen -te: können → konnte, müssen → musste, dürfen → durfte, sollen → sollte, wollen → wollte, mögen → mochte; der Infinitiv steht am Satzende: Ich musste gestern arbeiten. Ich und er/sie/es haben im Präteritum keine Endung: ich war, er hatte, sie konnte.
Beispiele
- Wo warst du gestern? – Ich war krank und hatte Fieber.
- Wir konnten nicht kommen, weil wir keine Zeit hatten.
- Als Kind wollte ich Pilotin werden.
- Ihr musstet lange warten, oder?
Aufgepasst
- Gestern ich bin krank gewesen und habe Fieber gehabt. → Gestern war ich krank und hatte Fieber.
Bei sein und haben ist das Präteritum üblich, auch im Gespräch; außerdem steht das Verb an zweiter Stelle. - Ich könnte gestern nicht kommen. → Ich konnte gestern nicht kommen.
„könnte“ ist Konjunktiv II (höflich, irreal); die Vergangenheit heißt „konnte“ ohne Umlaut. - Er musste arbeiten gestern bis acht. → Er musste gestern bis acht arbeiten.
Der Infinitiv steht am Satzende, auch im Präteritum: musste … arbeiten. - Sie hattete keine Zeit. → Sie hatte keine Zeit.
er/sie/es hat im Präteritum keine Endung: sie hatte, er war, es konnte.
Wo sie im Kurs vorkommt
Mehr Grammatik auf A2: alle Regeln für A2 · der A2-Kurs.