Deutsche Grammatik · A1
kein oder nicht?
Die Regel
„Kein“ verneint ein Nomen mit unbestimmtem Artikel oder ohne Artikel: Ich habe ein Auto → Ich habe kein Auto; Ich habe Zeit → Ich habe keine Zeit. „Nicht“ verneint alles andere: Verben, Adjektive, Adverbien und Nomen mit bestimmtem Artikel oder Possessiv: Das ist nicht mein Auto. „Nicht“ steht meist am Satzende oder direkt vor dem Teil, den es verneint.
Beispiele
- Ich habe keine Zeit und kein Geld.
- Ich verstehe das nicht.
- Das ist nicht der richtige Weg.
- Sie kommt heute nicht.
Aufgepasst
- Ich habe nicht Zeit. → Ich habe keine Zeit.
Ein Nomen ohne Artikel wird mit „kein“ verneint. - Das ist kein mein Auto. → Das ist nicht mein Auto.
Vor einem Possessiv steht „nicht“, nicht „kein“. - Ich habe keine Hunger. → Ich habe keinen Hunger.
„kein“ wird wie „ein“ dekliniert: der Hunger, Akkusativ maskulin -> keinen Hunger. - Er ist kein müde. → Er ist nicht müde.
Adjektive, Verben und Adverbien verneint man mit „nicht“; „kein“ steht nur vor Nomen. - Ich trinke nicht Kaffee. → Ich trinke keinen Kaffee.
Ein Nomen ohne Artikel oder mit „ein“ verneint man mit „kein“: keinen Kaffee, keine Zeit. - Sie kommt kein heute. → Sie kommt heute nicht.
Das Verb verneint „nicht“, und es steht möglichst weit hinten: kommt heute nicht.
Wo sie im Kurs vorkommt
- Einkaufen (A1)
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