German grammar · C2
The Nachfeld and extraposition: …, als wir dachten. Er hat lange gewartet – auf eine Antwort, die nie kam.
Nachfeld und Ausklammerung: …, als wir dachten. Er hat lange gewartet – auf eine Antwort, die nie kam.
The rule
The German sentence is a bracket: the conjugated verb and the rest of the predicate (participle, infinitive, prefix) enclose the middle field – Er hat … gewartet. Whatever stands after the right bracket is in the Nachfeld. Subordinate and infinitive clauses belong there by nature (Er hat versprochen, dass er kommt), as do comparisons with 'als' and 'wie' (Es ist später geworden, als wir dachten) and afterthoughts (Sie hat alles verkauft, sogar die Bücher). Extraposition means deliberately placing an element after the bracket that would also fit inside: Er hat lange gewartet – auf eine Antwort, die nie kam. It lightens long or heavy elements (especially prepositional phrases with a relative clause), stresses what is moved out and keeps the bracket short, so the listener does not reach the verb only after twenty words. Not extraposed: a bare accusative object, pronouns and short adverbs – 'Er hat gelesen das Buch' is wrong, even in speech. In administrative and academic prose the closed bracket is the norm; in speeches, journalism and literature deliberate extraposition is a stylistic device – deliberate, not habitual.
Examples
- Die Ausstellung ist größer geworden, als die Kuratoren je geplant hatten.
- The exhibition has grown larger than its curators ever planned.
- Der Regisseur hat zwei Stunden lang erzählt – von einer Kindheit, die man ihm nicht ansieht.
- The director spent two hours telling – of a childhood you would never guess at.
- Sie hat alles verkauft, sogar das Klavier ihrer Großmutter.
- She sold everything, even her grandmother's piano.
- Ich habe die Kritik gelesen, mit wachsendem Unbehagen.
- I read the review, with growing unease.
Watch out
- Er hat gestern gelesen das Buch. → Er hat gestern das Buch gelesen.
A bare accusative object stays inside the bracket; what gets extraposed are heavy prepositional phrases, comparisons and afterthoughts. - Es ist später, als wir dachten, geworden. → Es ist später geworden, als wir dachten.
The comparison with 'als' belongs in the Nachfeld, after the participle. - Sie hat sich lange gefreut darauf. → Sie hat sich lange darauf gefreut.
Pronominal adverbs (darauf, damit) and pronouns are not extraposed. - Hiermit beantrage ich die Verlängerung – der Frist, die im Bescheid genannt wird. → Hiermit beantrage ich die Verlängerung der im Bescheid genannten Frist.
In an official letter the closed bracket is the norm; the dash with an afterthought is a device for speeches and the arts pages.
The rule in German
Der deutsche Satz ist eine Klammer: Das konjugierte Verb und der Rest des Prädikats (Partizip, Infinitiv, Präfix) umschließen das Mittelfeld – Er hat … gewartet. Was hinter der rechten Klammer steht, steht im Nachfeld. Dorthin gehören von Natur aus Nebensätze und Infinitivsätze (Er hat versprochen, dass er kommt), Vergleiche mit „als“ und „wie“ (Es ist später geworden, als wir dachten) und Nachträge (Sie hat alles verkauft, sogar die Bücher). Ausklammerung heißt, ein Satzglied bewusst hinter die Klammer zu stellen, das auch ins Mittelfeld passte: Er hat lange gewartet – auf eine Antwort, die nie kam. Sie wirkt entlastend bei langen oder schweren Gliedern (vor allem Präpositionalgruppen mit Relativsatz), betont das Ausgeklammerte und hält die Klammer kurz, damit der Hörer das Verb nicht erst nach zwanzig Wörtern erreicht. Nicht ausgeklammert werden das Akkusativobjekt ohne Zusatz, Pronomen und kurze Adverbien: „Er hat gelesen das Buch“ ist falsch, auch mündlich. In der Verwaltungs- und Wissenschaftsprosa gilt die geschlossene Klammer als Norm; in Rede, Journalismus und Literatur ist die gezielte Ausklammerung ein Stilmittel – gezielt, nicht gewohnheitsmäßig.
Where it comes up in the course
- Art and criticism (C2)
More C2 grammar: all C2 rules · the C2 course.