German grammar · C1
Modal verbs as the speaker's judgement: Er muss krank sein, er soll reich sein
Subjektive Modalverben: Er muss krank sein, er soll reich sein
The rule
Modal verbs can express the speaker's assessment instead of an obligation or ability. Supposition, from certain to uncertain: muss (I am sure), dürfte (probably), könnte/kann (possible), mag (maybe, conceding). Someone else's claim: soll = people say, allegedly (Er soll sehr reich sein); will = he claims it about himself (Er will nichts gewusst haben). The past goes into the infinitive, not the modal: Er muss krank gewesen sein, not 'Er musste krank sein'. 'werden' + infinitive also expresses a supposition: Sie wird schon im Zug sitzen. Whether a modal is meant subjectively or objectively is shown by the context.
Examples
- Das Licht ist aus – sie muss schon schlafen.
- The light is off; she must be asleep already.
- Der Zug dürfte in etwa zehn Minuten ankommen.
- The train should arrive in about ten minutes.
- Der Minister soll von den Vorwürfen gewusst haben.
- The minister is said to have known about the allegations.
- Der Fahrer will das Stoppschild nicht gesehen haben.
- The driver claims not to have seen the stop sign.
Watch out
- Er musste gestern krank sein, er war nicht im Büro. → Er muss gestern krank gewesen sein, er war nicht im Büro.
For a supposition the modal stays in the present; the past goes into the perfect infinitive (gewesen sein). 'Er musste krank sein' would mean he was obliged to be ill. - Er soll nichts davon gewusst haben, sagt er selbst. → Er will nichts davon gewusst haben.
'soll' reports what others say; what someone claims about himself is expressed with 'will'. - Sie kann wahrscheinlich noch im Büro. → Sie dürfte noch im Büro sein.
The infinitive (sein) must not be dropped, and 'probably' is already contained in 'dürfte'. - Sie dürfte gestern schon angekommen. → Sie dürfte gestern schon angekommen sein.
A modal is followed by an infinitive; for the past the perfect infinitive: angekommen sein.
The rule in German
Modalverben können statt einer Pflicht oder Fähigkeit die Einschätzung des Sprechers ausdrücken. Vermutung, von sicher bis unsicher: muss (ich bin sicher), dürfte (wahrscheinlich), könnte/kann (möglich), mag (vielleicht, einräumend). Fremde Behauptung: soll = man sagt, angeblich (Er soll sehr reich sein); will = er behauptet es von sich selbst (Er will nichts gewusst haben). Die Vergangenheit steht im Infinitiv, nicht im Modalverb: Er muss krank gewesen sein, nicht „Er musste krank sein“. Auch „werden“ + Infinitiv drückt eine Vermutung aus: Sie wird schon im Zug sitzen. Ob ein Modalverb subjektiv oder objektiv gemeint ist, zeigt der Kontext.
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