Deutsche Grammatik · A2
dass oder ob?
Die Regel
„Dass“ leitet eine Aussage ein (that); „ob“ leitet eine indirekte Ja/Nein-Frage ein (whether, if). In beiden Nebensätzen steht das Verb am Ende. Hat die Frage ein Fragewort, steht dieses statt „ob“: Ich weiß nicht, wo er wohnt.
Beispiele
- Ich glaube, dass er morgen kommt.
- Ich weiß nicht, ob er morgen kommt.
- Sie fragt, ob du Zeit hast.
Aufgepasst
- Ich weiß nicht, dass er kommt oder nicht. → Ich weiß nicht, ob er kommt oder nicht.
Eine indirekte Ja/Nein-Frage (kommt er oder nicht?) braucht „ob“. - Ich weiß nicht, wenn er Zeit hat. → Ich weiß nicht, ob er Zeit hat.
Englisch „if“ ist hier „ob“ (whether), nicht „wenn“. - Ich hoffe, ob du kommst. → Ich hoffe, dass du kommst.
„hoffen“ leitet eine Aussage ein: dass. „ob“ steht nur bei einer offenen Ja-Nein-Frage. - Er fragt, dass ich Zeit habe. → Er fragt, ob ich Zeit habe.
Nach „fragen“ folgt eine indirekte Ja-Nein-Frage: ob (Hast du Zeit? -> ob ich Zeit habe). - Ich glaube, das er recht hat. → Ich glaube, dass er recht hat.
Die Konjunktion „dass“ schreibt man mit ss; „das“ ist Artikel oder Relativpronomen (das Haus, das ich sehe). - Weißt du, dass der Zug pünktlich ist? → Weißt du, ob der Zug pünktlich ist?
Wenn die Antwort offen ist (ja oder nein), steht „ob“; „dass“ setzt die Aussage als sicher voraus.
Wo sie im Kurs vorkommt
Mehr Grammatik auf A2: alle Regeln für A2 · der A2-Kurs.