Deutsche Grammatik · A1
sein, haben und die Präsens-Endungen
Die Regel
Die meisten Verben bilden das Präsens mit festen Endungen am Stamm: ich wohn-e, du wohn-st, er/sie/es wohn-t, wir wohn-en, ihr wohn-t, sie/Sie wohn-en. Die zwei wichtigsten Verben sind unregelmäßig und muss man auswendig lernen: sein – ich bin, du bist, er ist, wir sind, ihr seid, sie sind; haben – ich habe, du hast, er hat, wir haben, ihr habt, sie haben. „Sein“ sagt, wer oder wie jemand ist (Ich bin Lehrerin, ich bin müde), „haben“ sagt, was jemand besitzt oder fühlt (Ich habe ein Auto, ich habe Hunger). Nach dem höflichen „Sie“ steht immer die Pluralform: Sie sind, Sie haben, Sie wohnen.
Beispiele
- Ich bin Ana und ich komme aus Portugal.
- Bist du müde? – Nein, ich habe Hunger.
- Wir wohnen in Hamburg und arbeiten bei einer Bank.
- Haben Sie Kinder? – Ja, ich habe zwei Töchter.
Aufgepasst
- Ich bin 30 Jahre alt und ich bin Hunger. → Ich bin 30 Jahre alt und ich habe Hunger.
Hunger, Durst, Zeit und Lust „hat“ man auf Deutsch; „sein“ steht bei Alter, Beruf und Eigenschaften. - Du hast recht, aber er habt kein Auto. → Du hast recht, aber er hat kein Auto.
„haben“ ist unregelmäßig: du hast, er/sie/es hat – ohne b. - Woher kommst Sie? → Woher kommen Sie?
Das höfliche „Sie“ nimmt immer die Pluralform auf -en: Sie kommen, Sie sind, Sie haben. - Ihr sind sehr nett. → Ihr seid sehr nett.
Die ihr-Form von „sein“ ist „seid“ (mit d); „sind“ gehört zu wir und sie.
Wo sie im Kurs vorkommt
- Hallo! Ich heiße … (A1)
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