Deutsche Grammatik · B1
Infinitiv mit oder ohne zu?
Die Regel
Viele Verben, Adjektive und Nomen verbinden sich mit „zu“ + Infinitiv: Ich habe vor, morgen zu kommen. Es ist wichtig, pünktlich zu sein. Ohne „zu“ stehen die Modalverben, werden (Futur), lassen, sehen, hören und gehen (Ich gehe schwimmen). Bei trennbaren Verben steht „zu“ in der Mitte: anzurufen. Der Infinitiv mit „zu“ steht am Ende, oft nach einem Komma.
Beispiele
- Ich habe vor, im Sommer nach Italien zu fahren.
- Es ist wichtig, jeden Tag zu üben.
- Sie hat vergessen, mich anzurufen.
- Ich muss heute lange arbeiten.
Aufgepasst
- Ich muss heute zu arbeiten. → Ich muss heute arbeiten.
Nach Modalverben steht der Infinitiv ohne „zu“. - Sie hat vergessen, mich zu anrufen. → Sie hat vergessen, mich anzurufen.
Bei trennbaren Verben steht „zu“ zwischen Vorsilbe und Verb. - Ich habe keine Lust arbeiten. → Ich habe keine Lust zu arbeiten.
Nach Nomen wie Lust, Zeit, Angst steht der Infinitiv mit „zu“. - Er geht zu schwimmen. → Er geht schwimmen.
„gehen“, „fahren“, „bleiben“ und die Modalverben nehmen den Infinitiv ohne „zu“. - Sie hört ihn zu singen. → Sie hört ihn singen.
Wahrnehmungsverben (hören, sehen) und „lassen“ stehen mit dem reinen Infinitiv. - Ich hoffe, dich bald zu wiedersehen. → Ich hoffe, dich bald wiederzusehen.
Bei trennbaren Verben steht „zu“ zwischen Präfix und Verb: wiederzusehen, anzurufen.
Wo sie im Kurs vorkommt
- Beruf und Karriere (B1)
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