Deutsche Grammatik · B1
als, wenn oder wann?
Die Regel
„Wann“ ist ein Fragewort und fragt nach dem Zeitpunkt, auch in der indirekten Frage: Ich weiß nicht, wann er kommt. „Als“ steht für ein einmaliges Ereignis oder einen einmaligen Zeitraum in der Vergangenheit. „Wenn“ steht für wiederholte Ereignisse (immer wenn), für Gegenwart und Zukunft und für Bedingungen. Nach „als“ und „wenn“ steht das Verb am Ende des Nebensatzes.
Beispiele
- Als ich zehn war, sind wir nach Berlin gezogen.
- Wenn ich müde bin, trinke ich einen Kaffee.
- Wenn er morgen kommt, feiern wir.
- Wann kommst du? Ich weiß nicht, wann er kommt.
Aufgepasst
- Wenn ich Kind war, hatte ich einen Hund. → Als ich Kind war, hatte ich einen Hund.
Ein einmaliger Zeitraum in der Vergangenheit: als. - Ich weiß nicht, wenn er kommt. → Ich weiß nicht, wann er kommt.
Die indirekte Frage nach dem Zeitpunkt braucht das Fragewort „wann“. - Wann ich in Berlin war, habe ich viele Museen besucht. → Als ich in Berlin war, habe ich viele Museen besucht.
Ein einmaliger Zeitraum in der Vergangenheit: als. „wann“ fragt nach der Zeit (Wann kommst du?). - Als ich Zeit habe, rufe ich dich an. → Wenn ich Zeit habe, rufe ich dich an.
Für Gegenwart und Zukunft steht „wenn“; „als“ steht nur für Einmaliges in der Vergangenheit. - Immer als er kam, brachte er Blumen mit. → Immer wenn er kam, brachte er Blumen mit.
Wiederholung in der Vergangenheit (immer, jedes Mal): wenn. „als“ nur für das einmalige Ereignis. - Ich weiß nicht, wenn der Film anfängt. → Ich weiß nicht, wann der Film anfängt.
Die indirekte Frage nach dem Zeitpunkt nimmt „wann“; „wenn“ hieße hier „falls“ oder „sobald“.
Wo sie im Kurs vorkommt
- Lebenswege (B1)
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