Deutsche Grammatik · B1
Indirekte Fragen: Weißt du, wann der Zug fährt? Können Sie mir sagen, ob …?
Die Regel
Eine indirekte Frage hängt an einem Einleitungssatz wie „Weißt du, …“, „Können Sie mir sagen, …“, „Ich frage mich, …“, „Ich möchte wissen, …“. Sie ist ein Nebensatz: Das konjugierte Verb steht am Ende. Aus einer W-Frage wird ein Nebensatz mit demselben Fragewort: Wann fährt der Zug? → Weißt du, wann der Zug fährt? Aus einer Ja/Nein-Frage wird ein Nebensatz mit „ob“: Kommt er? → Ich weiß nicht, ob er kommt. Indirekte Fragen klingen höflicher als direkte und sind typisch für Gespräche am Schalter, am Telefon und in E-Mails. Das Satzzeichen richtet sich nach dem Hauptsatz: Fragezeichen nach „Weißt du, …?“, Punkt nach „Ich weiß nicht, ….“
Beispiele
- Können Sie mir sagen, wo der Bahnhof ist?
- Ich weiß nicht, ob das Geschäft heute geöffnet hat.
- Weißt du, wie viel die Karte kostet?
- Ich möchte wissen, warum die Lieferung noch nicht da ist.
Aufgepasst
- Weißt du, wann fährt der Zug? → Weißt du, wann der Zug fährt?
Die indirekte Frage ist ein Nebensatz: Das Verb steht am Ende. - Ich weiß nicht, wenn er kommt. → Ich weiß nicht, ob er kommt.
Die indirekte Ja/Nein-Frage wird mit „ob“ eingeleitet; „wenn“ bedeutet „falls“ oder „immer wenn“. - Können Sie mir sagen, dass der Bus hier hält? → Können Sie mir sagen, ob der Bus hier hält?
Eine Frage (Hält der Bus hier?) braucht „ob“; „dass“ gibt eine Aussage wieder.
Wo sie im Kurs vorkommt
- Konsum und Verträge (B1)
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