Deutsche Grammatik · B2
Irreale Vergleiche: als ob, als wenn, als + Konjunktiv II
Die Regel
Ein irrealer Vergleich beschreibt, wie etwas wirkt, obwohl es nicht so ist: Er tut so, als ob er alles wüsste. Nach „als ob“ und „als wenn“ steht ein Nebensatz mit dem Verb am Ende im Konjunktiv II (wüsste, hätte, wäre, würde … machen; Vergangenheit: hätte … gemacht, wäre … gewesen). Kürzer und eher schriftlich ist „als“ allein: Dann folgt das Verb sofort: Er tut so, als wüsste er alles. Typische Einleitungen: so tun, als ob; es scheint, als ob; es sieht aus, als ob; sich fühlen, als ob; so klingen, als ob. Die Zeit des Konjunktivs richtet sich nach dem Vergleich: gleichzeitig → Gegenwartsform (als ob er krank wäre), vorzeitig → Vergangenheitsform (als ob er nie krank gewesen wäre).
Beispiele
- Sie tut so, als ob sie mich nicht kennen würde.
- Es sieht aus, als hätte es die ganze Nacht geregnet.
- Er redet, als wäre er der Chef.
- Ich fühle mich, als ob ich eine Woche nicht geschlafen hätte.
Aufgepasst
- Er tut so, als ob er ist krank. → Er tut so, als ob er krank wäre.
Nach „als ob“ steht das Verb am Ende und im Konjunktiv II: wäre. - Sie sieht aus, als sie hätte geweint. → Sie sieht aus, als hätte sie geweint.
Bei „als“ ohne „ob“ steht das konjugierte Verb direkt nach „als“. - Er tut so, wie ob er alles wüsste. → Er tut so, als ob er alles wüsste.
Der irreale Vergleich heißt „als ob“ (oder „als wenn“, „als“), nie „wie ob“.
Wo sie im Kurs vorkommt
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