Deutsche Grammatik · A2
kennen, wissen oder können?
Die Regel
„Kennen“ heißt, mit einer Person, einem Ort oder einer Sache vertraut sein; es steht mit einem Akkusativobjekt: Ich kenne die Stadt. „Wissen“ heißt, eine Information haben; es steht meist mit „dass“, „ob“, einem Fragewort oder mit „es/das“, sonst mit einer Sache (die Antwort): Ich weiß, dass er kommt. „Können“ ist ein Modalverb für eine Fähigkeit oder Möglichkeit, meist mit Infinitiv: Ich kann schwimmen.
Beispiele
- Ich kenne Berlin gut.
- Ich weiß, dass sie heute kommt.
- Weißt du, wo der Bahnhof ist?
- Ich kann Deutsch sprechen. Kannst du schwimmen?
Aufgepasst
- Ich weiß Berlin gut. → Ich kenne Berlin gut.
Orte und Personen kennt man; „wissen“ steht für Informationen: Ich weiß, wo Berlin liegt. - Ich kenne, wo er wohnt. → Ich weiß, wo er wohnt.
Vor einem Nebensatz mit Fragewort steht „wissen“. - Ich weiß diesen Film nicht. → Ich kenne diesen Film nicht.
Personen, Orte und Werke, die man kennt, stehen bei „kennen“; „wissen“ nimmt meist einen Nebensatz (dass, ob, Fragewort) oder Fakten wie „es/das/viel/die Antwort“. - Kennst du, wie spät es ist? → Weißt du, wie spät es ist?
Vor einem Nebensatz mit W-Wort, „dass“ oder „ob“ steht „wissen“, nie „kennen“. - Ich weiß Deutsch. → Ich kann Deutsch.
Sprachen und Fähigkeiten: „können“ (Ich kann Deutsch, sie kann schwimmen). - Er kennt schwimmen. → Er kann schwimmen.
Eine Fähigkeit mit Infinitiv braucht „können“; „kennen“ steht nur mit einem Nomen oder Pronomen.
Wo sie im Kurs vorkommt
- Lernen und Medien (A2)
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