Deutsche Grammatik · B1
Präteritum oder Perfekt?
Die Regel
Beide Formen erzählen Vergangenes. In der gesprochenen Sprache und in E-Mails ist das Perfekt normal: Ich habe gestern gearbeitet. Das Präteritum steht in geschriebenen Erzählungen, Berichten und Zeitungstexten. Bei sein, haben und den Modalverben ist das Präteritum auch beim Sprechen üblich: Ich war müde, ich hatte Zeit, ich konnte nicht kommen.
Beispiele
- Gestern habe ich lange gearbeitet und war danach müde.
- Es war einmal ein König, der drei Töchter hatte.
- Ich wollte anrufen, aber ich hatte keine Zeit.
Aufgepasst
- Sie hat gestern arbeitete. → Sie hat gestern gearbeitet.
Perfekt = haben/sein + Partizip II; „arbeitete“ ist Präteritum, kein Partizip. - Ich habe gestern zu Hause geblieben. → Ich bin gestern zu Hause geblieben.
„Bleiben“ bildet das Perfekt mit sein. - Ich habe gestern nicht gekonnt kommen. → Ich konnte gestern nicht kommen.
Modalverben stehen auch mündlich meist im Präteritum: konnte, musste, wollte; das Perfekt wäre „habe nicht kommen können“. - Er hatte gestern Kopfschmerzen gehabt. → Er hatte gestern Kopfschmerzen.
„haben“ und „sein“ nimmt man im Präteritum: hatte, war. Das Plusquamperfekt braucht eine Vorzeitigkeit. - Sie gingte nach Hause. → Sie ging nach Hause.
Starke Verben ändern den Vokal und bekommen kein -te: gehen -> ging, kommen -> kam, sehen -> sah.
Wo sie im Kurs vorkommt
- Lebenswege (B1)
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