Deutsche Grammatik · A2
Reflexive Verben: mich oder mir?
Die Regel
Reflexive Verben stehen mit einem Reflexivpronomen: mich, dich, sich, uns, euch, sich. Viele sind fest reflexiv (sich beeilen, sich irren, sich schämen, sich weigern). Das Pronomen steht meist im Akkusativ; im Dativ steht es in der Regel, wenn der Satz zusätzlich ein Akkusativobjekt hat: Ich wasche mich, aber ich wasche mir die Hände. Nur mir/mich und dir/dich zeigen den Unterschied. Das Perfekt bildet man mit haben.
Beispiele
- Ich freue mich auf das Wochenende.
- Erinnerst du dich an ihn?
- Ich wasche mir die Hände.
- Wir haben uns gestern getroffen.
Aufgepasst
- Ich wasche mich die Hände. → Ich wasche mir die Hände.
Mit Akkusativobjekt („die Hände“) steht das Reflexivpronomen im Dativ: mir. - Ich freue auf das Wochenende. → Ich freue mich auf das Wochenende.
„Sich freuen auf“ ist immer reflexiv. - Ich interessiere mir für Musik. → Ich interessiere mich für Musik.
Ohne weiteres Objekt steht das Reflexivpronomen meist im Akkusativ: ich interessiere mich, du freust dich. - Ich wasche mich die Hände. → Ich wasche mir die Hände.
Gibt es ein Akkusativobjekt (die Hände), steht das Reflexivpronomen im Dativ: mir, dir. - Wir treffen sich um acht. → Wir treffen uns um acht.
Das Reflexivpronomen passt zum Subjekt: wir -> uns, ihr -> euch; „sich“ nur für er/sie/es/sie/Sie. - Kannst du dich das vorstellen? → Kannst du dir das vorstellen?
„sich (Dativ) etwas vorstellen“ = imaginieren; „sich (Akkusativ) vorstellen“ = den eigenen Namen nennen.
Wo sie im Kurs vorkommt
- Gesund bleiben (A2)
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