Deutsche Grammatik · B2
Relativsätze mit Präposition, wo, was und wer: der Freund, mit dem …; alles, was …
Die Regel
Hängt das Verb des Relativsatzes an einer Präposition, steht sie vor dem Relativpronomen, und die Präposition bestimmt den Kasus: der Freund, mit dem ich wohne (wohnen mit + Dativ); die Firma, für die sie arbeitet (arbeiten für + Akkusativ); das Thema, über das wir gesprochen haben. Bei Ortsangaben kann „wo“ (Ort), „wohin“ (Richtung) oder „woher“ (Herkunft) stehen: die Stadt, in der ich wohne = die Stadt, wo ich wohne; bei Städtenamen nur „wo“: Berlin, wo ich studiert habe. „was“ steht nach alles, nichts, etwas, vieles, das, nach einem Superlativ als Nomen und nach einem ganzen Satz: alles, was ich weiß; das Beste, was passieren konnte; Er kam zu spät, was mich geärgert hat. Mit Präposition wird daraus ein wo(r)-Wort: etwas, worauf ich mich freue. „wer …, der …“ steht ohne Bezugswort für „jeder, der“: Wer zu spät kommt, (der) bekommt keinen Platz.
Beispiele
- Das ist die Kollegin, mit der ich das Projekt leite.
- Die Stadt, in der ich aufgewachsen bin, hat sich sehr verändert.
- Es gibt vieles, was man an diesem Vorschlag kritisieren kann.
- Wer das Gesetz nicht kennt, der kann es auch nicht einhalten.
Aufgepasst
- Das ist der Mann, ich mit dem gesprochen habe. → Das ist der Mann, mit dem ich gesprochen habe.
Präposition und Relativpronomen stehen zusammen am Anfang des Relativsatzes: mit dem. - Das ist alles, das ich weiß. → Das ist alles, was ich weiß.
Nach „alles“, „nichts“, „etwas“ und „das“ steht das Relativpronomen „was“. - Die Firma, für der sie arbeitet, ist in Köln. → Die Firma, für die sie arbeitet, ist in Köln.
Die Präposition bestimmt den Kasus: „für“ + Akkusativ → für die (Firma). - Er hat die Prüfung bestanden, das mich sehr gefreut hat. → Er hat die Prüfung bestanden, was mich sehr gefreut hat.
Bezieht sich der Relativsatz auf den ganzen Satz, steht „was“.
Wo sie im Kurs vorkommt
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