Deutsche Grammatik · A2
Trennbare Verben
Die Regel
Trennbare Verben haben eine betonte Vorsilbe (an-, auf-, aus-, ein-, mit-, zu-, ab-, vor-, weg-). Im Hauptsatz steht die Vorsilbe am Ende: Ich rufe dich an. Im Nebensatz steht das Verb zusammen am Ende: …, weil ich dich anrufe. Das Partizip II ist Vorsilbe + Partizip des Grundverbs: an + gerufen = angerufen, aus + probiert = ausprobiert; „zu“ steht in der Mitte: anzurufen. Untrennbare Vorsilben (be-, ver-, er-, ent-, zer-, ge-, emp-) trennen sich nie.
Beispiele
- Ich stehe jeden Tag um sieben auf.
- Sie hat mich gestern angerufen.
- Ich weiß, dass der Zug um acht abfährt.
- Er verstand die Frage und beantwortete sie.
Aufgepasst
- Ich aufstehe um sieben. → Ich stehe um sieben auf.
Im Hauptsatz trennt sich die Vorsilbe und steht am Ende. - Sie hat mich geanruft. → Sie hat mich angerufen.
Das Partizip II trennbarer Verben: Vorsilbe + Partizip des Grundverbs: an + gerufen. - Ich möchte heute Abend gehen aus. → Ich möchte heute Abend ausgehen.
Mit einem Modalverb steht das trennbare Verb als ganzer Infinitiv am Ende: ausgehen. - Ich weiß, dass er morgen kommt an. → Ich weiß, dass er morgen ankommt.
Im Nebensatz wandert das Verb ans Ende und der Präfix hängt sich wieder davor: ankommt. - Sie hat mich gebesucht. → Sie hat mich besucht.
be-, ver-, er-, ent-, zer- und ge- sind untrennbar und unbetont: das Partizip II hat kein ge-. - Wann abfährt der Zug? → Wann fährt der Zug ab?
Im Hauptsatz und in der Frage trennt sich der Präfix und geht ans Ende: fährt ... ab.
Wo sie im Kurs vorkommt
- Mein Tag (A1)
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