Deutsche Grammatik · B1
um … zu oder damit?
Die Regel
Beide nennen ein Ziel oder eine Absicht (in order to, so that). „Um … zu“ + Infinitiv steht, wenn Hauptsatz und Zielsatz dasselbe Subjekt haben: Ich lerne Deutsch, um in Berlin zu arbeiten. „Damit“ leitet einen Nebensatz mit eigenem Subjekt ein und steht immer, wenn die Subjekte verschieden sind: Ich spreche langsam, damit du mich verstehst.
Beispiele
- Ich lerne Deutsch, um in Berlin zu arbeiten.
- Ich spreche langsam, damit du mich verstehst.
- Sie spart Geld, damit ihre Kinder studieren können.
Aufgepasst
- Ich spreche langsam, um du mich zu verstehen. → Ich spreche langsam, damit du mich verstehst.
Verschiedene Subjekte (ich, du): damit + Nebensatz. - Ich lerne Deutsch, für in Berlin zu arbeiten. → Ich lerne Deutsch, um in Berlin zu arbeiten.
Für die Absicht (in order to) steht „um … zu“ + Infinitiv, nicht „für“. - Ich spare Geld, um ein Auto kaufen. → Ich spare Geld, um ein Auto zu kaufen.
„um ... zu“ braucht das „zu“ vor dem Infinitiv am Ende: um ... zu kaufen. - Sie erklärt es langsam, um dass die Kinder es verstehen. → Sie erklärt es langsam, damit die Kinder es verstehen.
Ein anderes Subjekt (sie / die Kinder) verlangt „damit“ mit einem Nebensatz; „um dass“ gibt es nicht. - Wir fahren früh los, um wir pünktlich sind. → Wir fahren früh los, um pünktlich zu sein.
Nach „um“ steht kein Subjekt und kein finites Verb, nur „zu“ + Infinitiv: um pünktlich zu sein. - Ich gehe in die Stadt für einkaufen. → Ich gehe in die Stadt, um einzukaufen.
Einen Zweck drückt „um ... zu“ aus, nicht „für“; das trennbare Verb nimmt „zu“ in die Mitte: einzukaufen.
Wo sie im Kurs vorkommt
- Beruf und Karriere (B1)
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