Deutsche Grammatik · B1
Verben mit Präpositionen und da(r)-/wo(r)-Wörter: warten auf, darauf, worauf
Die Regel
Viele Verben haben eine feste Präposition mit festem Kasus, die man mit dem Verb lernt: warten auf + Akk, sich freuen auf (Zukunft) / über (Gegenwart) + Akk, denken an + Akk, sich interessieren für + Akk, sich ärgern über + Akk, sich kümmern um + Akk, sich bewerben um + Akk, teilnehmen an + Dat, sich beschäftigen mit + Dat, träumen von + Dat, Angst haben vor + Dat, fragen nach + Dat. Geht es um eine Sache, fragt man mit wo(r)- und antwortet mit da(r)-: Worauf wartest du? – Darauf. Wofür interessierst du dich? – Dafür. Das r steht, wenn die Präposition mit Vokal beginnt (darauf, worüber, daran), sonst nicht (dafür, womit, davon). Geht es um eine Person, bleiben Präposition und Pronomen: Auf wen wartest du? – Auf ihn. Ein da(r)-Wort kann auch auf einen ganzen Nebensatz zeigen: Ich freue mich darauf, dass du kommst.
Beispiele
- Ich warte seit einer Stunde auf den Bus.
- Worüber habt ihr gesprochen? – Über den neuen Film.
- Interessierst du dich für Politik? – Ja, dafür interessiere ich mich sehr.
- Ich freue mich darauf, dass wir uns bald sehen.
Aufgepasst
- Ich warte für den Bus. → Ich warte auf den Bus.
„warten“ steht mit „auf“ + Akkusativ, nicht mit „für“ wie im Englischen. - Auf was wartest du? → Worauf wartest du?
Bei Sachen fragt man mit dem wo(r)-Wort: worauf, womit, wofür. „Auf was“ ist nur umgangssprachlich. - Ich denke oft an es. → Ich denke oft daran.
Ein Pronomen für eine Sache wird mit der Präposition zum da(r)-Wort: daran, davon, damit. - Ich freue mich über das Wochenende nächste Woche. → Ich freue mich auf das Wochenende nächste Woche.
„sich freuen auf“ blickt nach vorn (Vorfreude), „sich freuen über“ gilt dem, was schon da ist.
Wo sie im Kurs vorkommt
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